Identcode - Strichcode

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Beschreibung
(auch in der Schreibung -kode von englisch bar ‚Balken‘) wird eine optoelektronisch lesbare Schrift bezeichnet, die aus verschieden breiten, parallelen Strichen und Lücken besteht. Der Begriff Code steht hierbei für Abbildung von Daten in binären Symbolen. Die Daten in einem Strichcode werden mit optischen Lesegeräten, wie z. B. Barcodelesegeräten (Scanner) oder Kameras, maschinell eingelesen und elektronisch weiterverarbeitet.
Barcode - Strichcode
Arten

EAN-8 hat 8 Stellen, davon eine Prüfziffer
EAN-13 hat 13 Stellen, davon eine Prüfziffer
UPC-A hat 12 Stellen, davon eine Prüfziffer
Code 39:
Standard Code39 (Zeichen A−Z, Ziffern 0−9, sowie die Sonderzeichen $%/+.-),
erweiterter Code39 (Zeichen A−Z, a−z, 0−9, sowie einige Sonderzeichen). Es ist der komplette ASCII-Zeichensatz möglich, in diesem Fall hat er aber eine geringe Informationsdichte, da er jeweils zwei Zeichen für ein Klarschriftzeichen benötigt.
Code 32 (22 Buchstaben, Ziffern 0−9, Start-/Stoppzeichen *)
(italienischer Pharmacode − Artikelnummer für Pharmaprodukte). Es ist ein selbstüberprüfender, diskreter Code. Vorteil: hohe Sicherheit. Nachteile: geringe Informationsdichte, Lücken innerhalb eines Zeichens tragen Information, niedrige Toleranz.
Code 128:
Der Code128 ist ein verschachtelter Code, in dem Striche und Lücken signifikante Information tragen. Dazu werden sowohl die Strichbreiten wie die Breite der Lücken variiert. Es gibt vier unterschiedliche Strichbreiten und vier unterschiedliche Lückenbreiten. Die Dekodierung erfolgt über die Verhältnisse von Strich-Lücken-Pärchen. Damit erzielt man eine verbesserte Dekodierfähigkeit, wenn die Strichbreiten variieren, weil das Maß Strich + Lücke gleich bleibt, wenn ein Strich breiter wird (die Lücke wird entsprechend meistens schmaler).
Der GS1-128 ist eigentlich kein Barcode, sondern eine Datenstruktur für die Logistik, die als Transportmedium (physical layer) den Code128 definiert. Das Protokoll ist auch EDI-fähig mittels EANcom. Das Sonderzeichen FNC1 nach dem Startzeichen hat das Ziel, die GS1-128-Datenstruktur eindeutig erkennbar zu machen.
Die Eindeutigkeit funktioniert nur, wenn alle Anwender die Regeln dazu kennen und sich daran halten. In der Praxis ist beides nicht der Fall. Die Eindeutigkeit ist daher nur bedingt vorhanden und die (bedingte) Eindeutigkeit des GS1-128 ist kein Alleinstellungsmerkmal der GS1-128-Datenstruktur. Durch die Umbenennung der EAN-Organisationen in GS1 (Global Standards 1) wird der EAN128 jetzt als GS1-128 bezeichnet.

2D-Codes
Zweidimensionale Codes kodieren die Informationen meistens in der Fläche, wobei die Information dann nicht in Form von Strichen, sondern in Form von (weißen und schwarzen) Punkten enthalten ist. Es wird zwischen gestapelten Barcodes, Matrix-Codes, Punktcodes und einigen weiteren Sonderformen unterschieden.

Strichcodeprüfgerät
Die Prüfkriterien sind in der Norm ISO/IEC 15416 (lineare Strichcodes) festgelegt. 2D-Matrix-Codes und gestapelte Codes werden gemäß der Norm ISO/IEC 15415 geprüft. Beide Normen legen eine Qualitätseinstufung wie folgt fest: Grad 4 − sehr gut (ANSI Grade A); Grad 3 − gut (ANSI Grade B): Grad 2 − befriedigend (ANSI Grade C); Grad 1 − ausreichend (ANSI Grade D); Grad 0 − durchgefallen (ANSI Grade F).
Typische Fehler sind ungenaue Strichbreiten und Positionen, die durch Interpolationsfehler entstehen wenn Codes als Bitmapgrafiken oder mit Truetype Fonts erstellt werden.


Barcode Übersicht mit allen Grössen
Strichcode-Größe
Strichcodesymbole können in verschiedenen Größen gedruckt werden, um die unterschiedlichen Anforderungen der Druck- und Scanningprozesse abzudecken. Der maßgebliche Größenparameter ist das X-Modul, die Breite des schmalsten Striches eines Symbols.
 
Neben der Breite des Symbols ist auch seine Höhe für die Lesbarkeit maßgeblich. Eine optimale Symbolhöhe ist bei EAN-13-Symbolen die Garantie für eine richtungs- und lageunabhängige Lesbarkeit, die ein schnelles Einlesen beim Abverkauf am POS garantiert. Deswegen ist für ein EAN-13-Symbol in Nominalgröße die Höhe auf 25,93 mm festgelegt (die Breite, inkl. Hellzonen, beträgt hierbei 37,29 mm). Die Symbolhöhe variiert entsprechend der gewählten X-Modulbreite und darf nur in Ausnahmefällen verkürzt werden, da sonst die Schnelligkeit des Lesevorgangs an der Kasse beeinträchtigt wird. Bei GS1-128-Symbolen, eingesetzt in der Logistik, gilt eine feste Symbolhöhe von 32 mm. Eine Verkürzung auf bis zu 13 mm ist nur in Ausnahmefällen zulässig, da sie die Erfassung durch den Scanner verschlechtert.




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